Meriadis Kleefuß

Description:

Meriadis ist ein kleiner, eher schmächtiger Halbling mit braunem Haar. Er trägt häufig einen weiten Umhang sowie einen breitkrempigen Hut.
Sein fester Begleiter ist ein sehr großer Elf, den er Lani, seinen Beschützer nennt.

Bio:

Meriadis stammt ursprünglich aus Cheliax. Dort wuchs er bei seinen Eltern auf, die Sklaven auf einem großen Anwesen für einen der Dämonenbeschwörer arbeiteten. Schon früh musste Meriadis seinen Eltern bei ihrer Arbeit helfen und bekam oft die Peitsche, da er zu klein und schwächlich war, um seine Aufgaben richtig durchzuführen.

Eines Abends kam ein hoher Adliger in das Haus seines Herrn. Zur Belustigung seines Gastes beschwor sein Herr einen Dämon, der seine Eltern quälte, die mittlerweile alt geworden waren. Mit ihren letzten Worten mahnten sie ihren Sohn zu fliehen.

Meriadis lief so schnell er konnte, doch sein Herr schickte seinen beschworenen Dämon hinter ihm her. In diesem Moment geschah etwas, was das Leben des jungen Halblings verändern sollte. In der Stunde seiner größten Not tauchte ein engelsgleiches Wesen mit wilden Haaren in der gleißenden Farbe von Blitzen auf und vernichtete den Dämon.

Das Wesen wandte sich zu Meriadis und forderte ihn auf seine Chance zu ergreifen und von dem Anwesen zu fliehen. Nachdem er mehrere Kilometer durchgehend gerannt war, immer mit der Angst, dass sein Herr ihn doch noch findet, hielt der junge Halbling an und sah das seltsame Wesen nach wie vor an seiner Seite.

„Du hast mich herbeigerufen, damit ich dir beistehe. Spürst du das Band zwischen uns? Wenn du mich brauchst, dann ruf nach mir und ich werde an deiner Seite sein.“
Als Meriadis, der völlig übermüdet in einer Höhle eingeschlafen war, am nächsten Morgen aufwachte, war er alleine. Zunächst dachte er, er hätte alles nur geträumt, doch dann sah er seine Umgebung und wusste, dass alles so geschehen war. Laut rief er nach seinem Retter, dessen Namen er nicht einmal in Erfahrung gebracht hatte, doch niemand erschien.

Meriadis erkannte, dass er alleine war. Seine Eltern waren gestorben, sein Retter verschwunden und er befand sich nach wie vor in Cheliax, wo die Jagd auf Halblinge einen Sport darstellte. Doch es gab kein Zurück mehr für ihn, auch wenn seine Trauer kaum Grenzen kannte.
Nie wieder wollte er in Gefangenschaft leben, also beschloss er sich alleine durchzuschlagen. Irgendwo musste auch das große Cheliax ein Ende haben und er hatte von einem weit entfernten Reich gehört, in dem es nur das Gesetz gab, keine Sklaven zu halten. Damit stand sein Ziel fest. Er musste in die Flusskönigreiche gelangen.

Seine Reise verlief beschwerlich, vor allem, da er noch nie auf sich alleine gestellt war, doch er schaffte es den Gefahren auszuweichen und vor allem den Menschen aus dem Weg zu gehen.
Es war an seinem 20. Geburtstag, als sich Meriadis erneut in eine Klemme manövriert hatte. Angetrieben durch seinen Hunger war er in ein Dorf gelangt, in dem er einige Brote habhaft werden wollte, um seine mittlerweile 4monatige Flucht fortzusetzen.
Zu seinem Pech reiste gerade ein Armeetrupp durch das Dorf und entdeckte ihn. Laut lachend und mit gezogenen Schwertern kreisten die Soldaten ihn ein. In die Ecke gedrängt suchte Meriadis verzweifelt nach einer Möglichkeit sich zu verstecken, doch es gab keinen Rückzugsort mehr, als seine Finger plötzlich kribbelten und mitten am Tag ein dichter fast undurchdringlicher Nebel aufzog, der ihn und die Soldaten einhüllte.

Überrascht hörte er, wie die Schritte der Kämpfer verstummten. Meriadis erinnerte sich daran, was sein Retter gesagt hatte und versuchte zum 2. Mal seit seiner Rettung seinen Freund zu rufen. Gerade als der Nebel fast verschwand und der Halbling bereits aufgeben wollte, erschien neben ihm eine Person.
Wegen des Nebels konnte er nicht viel erkennen, dass das Haar in der Farbe von Blitzen war ihm in Erinnerung geblieben.
„Du hast aber lange gebraucht, um mich erneut zu rufen“, sagte das Wesen, packte den Halbling und lief mit ihm aus dem Dorf.
Dieses Mal machte Meriadis nicht den Fehler seinen Retter einfach so ziehen zu lassen, sondern ließ sich die besondere Verbindung erklären und vor allem, warum das Wesen, was sich selbst Lani nannte, am nächsten Morgen nicht mehr da gewesen und auch nicht zurückgekommen war.
Er lernte, dass es sich bei Lani um ein Wesen aus einer fremden Ebene handelte, gleich den Dämonen, welche sein Herr immerzu gerufen hatte, allerdings schien Lani keinen Wunsch zu verspüren ihn zu quälen und zu foltern. Stattdessen half er ihm und erklärte ihm geduldig, wie sie sich nach der Nacht wiedertreffen konnten.

Da Meriadis nichts mehr zu verlieren hatte, rief er Lani am nächsten Morgen so, wie das Wesen es ihm gezeigt hatte. Von diesem Punkt an wurde sein Leben leichter. Nach und nach lernte er Lani zu vertrauen und als seinen Partner anzuerkennen.
Dieser erklärte ihm, wie er seine ihm offenbar angeborene Magie nutzen konnte und als sie die Flusskönigreiche erreichten, waren Meriadis und Lani beste Freunde geworden.
Am Ziel seiner Hoffnungen und Träume angekommen, musste Meriadis jedoch erkennen, dass die Flusskönigreiche nicht das Paradies waren, welches er sich vorgestellt hatte. Zwar waren die Menschen freundlich zu ihm und keiner versuchte ihn zu versklaven, doch Diebstahl, Raub und auch Mord und Totschlag waren an der Tagesordnung, daher beschloss Meriadis die Flusskönigreiche vorerst zu verlassen.

Die folgenden Jahre stellten für Meriadis eine Zeit der Wanderschaft dar. Selten hielt es ihn lange an einem Ort. Er durchquerte Brevoy, Numeria, bereiste Mendev und gelangte sogar in das Reich der Mammutherren, wo er Freundschaft mit einem Stamm der Ulfen schloss, da er ihnen wilde Mammuts zähmte und so für diese Menschen zu einem Freund wurde.
Auf seinen Reisen überquerte Meriadis Gebirge, durchschritt finstere Wälder, deren Boden kein Tageslicht erreichte, sah die Wunder im Eis, Polarlichter, begab sich zusammen mit Zwergen mehrmals auf gefährliche Reisen untertage, bei denen er allerhand Interessantes entdeckte und zweimal fast sein Leben verlor, doch nichts konnte ihn auf Dauer halten.

Nach 10 Jahren Wanderschaft führte Meriadis` Weg ihn zurück nach Brevoy. In der Stadt Restow hörte er von einer geplanten Expedition in die Raublande. Dort sollten zwei mächtige Gruppen von Abenteurer verschwunden sein, die versucht hatten sich eine Heimat in den Raublanden aufzubauen.

Sofort stand für Meriadis fest, dass er sich dieser Expedition anschließen würde. Vielleicht fand er auf dieser neuerlichen Reise was er suchte, auch wenn er nicht genau wusste, was dies sein sollte.

Meriadis Kleefuß

Herrscher von Hirschhorn Blackburner1